Rundes Peyote mit variabler Perlenanzahl:

Diese Peyote-Technik ist interessant, da sie sich vielfältig verwenden lässt: als Boden für Taschen oder Feuerzeuge, zum Umperlen von Steinen, Kugeln oder Knöpfen oder als Anhänger.
Um diese Technik zu erlernen, empfehle ich zwei gut unterscheidbare Farben zu wählen, z.B. eine helle und eine dunkle Farbe, und nur eine davon an den Zunahmestellen zu verwenden.

Ich habe diese Technik von Anne Hawley´s Internetseite gelernt. Leider scheint diese Seite seit kurzem nicht mehr zu existieren. Daher möchte ich mich ziemlich dicht an ihrer Anleitung halten und ihre Tipps weitergeben.

Diese Technik kann mit 5, 6 oder 7 Perlen in der Anfangsrunde gefädelt werden, das fertige Stück wird dann entsprechend 5, 6 oder 7 gleiche Segmente haben. In der Technik der Anfertigung ändert sich nichts, nur an der Perlenzahl innerhalb einer Runde und an den Zunahmestellen.

Beginne mit dieser Perlenanzahl
In jeder 3. Reihe diese Perlenanzahl insg. zunehmen Form des fertigen Stücks Anzahl der Segmente Anzahl der Perlen pro Runde nach einer Zunahme
5
5
Fünfeck
5
10, 15, 20, 25, 30, 35, usw.
6
6
Sechseck
6
12, 18, 24, 30, 36, 42, usw.
7
7
Siebeneck
7
14, 21, 28, 35, 42,
usw.

Nimm sechs Perlen in Blau auf einen sehr langen Arbeitsfaden und gehe in der gleichen Richtung noch einmal durch alle Perlen hindurch, um sie in einem Kreis zu schließen.

 

Zwischen jede Perle der Vorreihe wird jetzt jeweils eine neue Perle (Blau) gesetzt. Da wir hier mit einer geraden Anzahl an Perlen arbeiten, müssen wir immer zum Ende einer Runde den Auf-Schritt (grüner Pfeil) machen, d.h. durch ZWEI Perlen den Faden ziehen. Arbeiten wir mit einer ungeraden Basisanzahl (z.B. mit 5 oder 7) wird dieser Auf-Schritt nicht gemacht.

 

Jetzt wird in dieser 3. Runde zum ersten Mal zugenommen:
Zwei gelbe Perlen aufnehmen und zwischen zwei Perlen der Vorrunde setzen. Diesen Schritt bis zum Ende dieser Runde wiederholen. Die Anzahl der Perlen in dieser Runde verdoppelt sich (hier auf 12). Durch die erste Perle der Vorreihe (Blau) und der ersten Perle (Gelb) dieser Reihe gehen, um zur 4. Runde zu kommen (Auf-Schritt, grüner Pfeil).

In dieser 4. Runde wird jeweils eine blaue Perlen zwischen die gelben Perlen und zwischen die gelben Perlenpaare gesetzt.

 

In dieser 5. Reihe wird in jede Lücke zwischen zwei blauen Perlen wieder jeweils eine blaue Perle gesetzt. Am Ende der Runde den Aufschritt durch zwei Perlen nicht vergessen (grüner Pfeil).

 

In der 6. Runde wird wieder zugenommen, aber nur direkt über der vorigen Zunahme. Durch den Auf-Schritt bedingt, muß zuerst eine blaue Perle aufgenommen werden, dann durch die blaue Perle der Vorreihe gehen, danach 2 gelbe Perlen aufnehmen (Zunahme!), 1 blaue, 2 gelbe, usw. bis zum Ende der Runde. Dort durch die letzte blaue Perle der Vorreihe und die erste blaue Perle dieser Runde gehen (Auf-Schritt, grüner Pfeil). In dieser Runde sind 18 Perlen.

 

Die Runde 7 wird genauso gefädelt wie die Runde 4 (hier mit einer blauen Perle zwischen den gelben Perlen und zwischen der blauen Perle und den gelben Perlen auch eine).

In der Runde 8 wird in jeden Zwischenraum zwischen zwei blauen Perlen wieder eine blaue Perle gefädelt (wie in Runde 5).

 

In Runde 9 wird wieder direkt über den vorigen Stellen zugenommen. Zwischen den Zunahmestellen werden in die Zwischenräume jeweils eine blaue Perle aufgenommen, in dieser Runde jeweils zweimal. Die Perlenanzahl in dieser Runde ist 24.

 

Anmerkungen:
Wenn du ab einer bestimmten Reihe nicht mehr zunimmst und den Faden fester anziehst, wechselst du zur Schlauch-Peyote-Technik. Beide Techniken in Kombination können zu wunderbaren kleinen Perlensäckchen gearbeitet werden. Jedes Schlauch-Peyote-Muster kann verwendet werden.

 

Der Peyotestich kann außerdem in folgenden Varianten vorkommen, die eigene Anleitungen bekommen:



Ich wünsche euch viel Spass mit dieser wunderbaren Peyote-Technik. Sie macht süchtig!

Falls ihr Fragen zu dieser Technik habt, dann schreibt mir eine Mail.

Gesche Johanna (thyban@gmx.de)

 

Dieses Stück habe ich für mein Examen nach einem nordamerikanischen Muster nachgearbeitet. Die Zunahmestellen sind in verschiedenen Farben gearbeitet, die Erde (Rot), Wasser (Blau), Luft bzw. Himmel (Weiß) und Feuer (Gelb) symbolisieren.