Flaches Peyote mit ungerader Perlenzahl:
Dieser Stich ist trotz seiner Einfachheit sehr vielfältig einsetzbar. Es können Armbänder, Ketten oder Aufhänger allerlei Art gefertigt werden. Beliebt sind auch Amulet-Taschen, die aus Musterstreifen bestehen können. Häufig sind diese Taschen zusätzlich mit Fransen oder Ähnlichem geschmückt.
Die Stopper-Perle wird etwa in 15 cm Abstand zum Fadenende befestigt.
Die Perlen der ersten und zweiten Reihe aufnehmen plus die erste Perle der dritten Reihe.
Die Nadel geht nun zurück durch die drittletzte Perle auf dem Arbeitsfaden. Die zuletzt aufgenommene Perle (die erste der dritten Reihe) liegt über der vorigen Perle.
* Es wird eine neue Perle aufgenommen, eine Perle der Vorreihe übersprungen und durch die nächste Perle der Faden gezogen. *
Diese Arbeitsschritte (von * bis *) bis zum Ende der Reihe wiederholen. Die erste Perle der vierten Reihe aufnehmen durch die letzte Perle der dritten Reihe gehen.Um am Ende jeder zweiten Reihe die zuletzt aufgenommene Perle (hier blau) befestigen zu können, muß der Arbeitsfaden - wie auf der Zeichnung zu sehen - durch die darunterliegende Perle und durch die diagonal am nächsten liegenden zwei Perlen geführt werden, dann wird der Faden durch die direkt darunter liegende Perle gezogen und folgt dem normalen vorigen Fadenlauf und dann wieder durch die zuletzt aufgenommene (blaue) Perle. Jetzt kann die neue Reihe beginnen und die in * eingefassten Arbeitsschritte wiederholen. Bis zur gewünschten Länge des Bandes weiterarbeiten.
Zunahme innerhalb der Reihe:
Um die Anzahl der Perlen zu erhöhen, werden statt einer Perle 2 Perlen in eine Lücke aufgenommen und dann erst durch die nächste Perle gefädelt. Es werden dafür häufig etwas dünnere Perlen verwendet, damit die Zunahmestelle nicht zu sehr ausbeult.
Um keine ungerade Perlenanzahl zu haben sollte an zwei unterschiedlichen Stellen gleichzeitig zugenommen werden.
In der nächsten Reihe wird zwischen diese zwei Perlen eine Perle gesetzt.
Abnahme innerhalb der Reihe:
Soll die Perlenanzahl pro Reihe verringert werden, wird an der vorgesehenen Stelle keine Perle aufgenommen, sondern der Faden geht einfach durch zwei Perlen durch. Wichtig ist hierbei, dass der Faden gut angezogen wird.
Als Vorbereitung können an dieser Stelle in der Vorreihe zwei dünnere Perlen aufgenommen werden, um nicht zu plötzlich abzunehmen.
In der nächsten Reihe wird in diese Lücke nur eine Perle gesetzt.
Abnahme am Rand:
Am Ende einer Reihe wird einfach nicht die letzte Perle der Reihe aufgenommen, sondern der Faden durch die darunterliegende Perle und dann zurück durch die letzte Perle der Reihe geführt. Zu Beginn einer Reihe den gleichen Schritt aber spiegelverkehrt arbeiten.
Ich hoffe, euch diesen schönen Stich etwas nähergebracht zu haben.
Wie immer könnt ihr mir natürlich bei Fragen oder Unklarheiten mailen.
Gesche Johanna
(thyban@gmx.de)
Der Peyotestich kann außerdem in folgenden Varianten vorkommen, die eigene Anleitungen bekommen:
- flach mit gerader Perlenanzahl
- Schlauchpeyote (mit gerader und ungerader Perlenanzahl)
- rundes Peyote mit unterschiedlicher Perlenanzahl
- Cellini-Spirale