Die Cellini Spirale:

Eine Abwandlung zum Peyote-Schlauch mit gerader Perlenanzahl ist diese interessante Spiraltechnik.
Sie kann mit unterschiedlicher Perlenanzahl in der Runde (hier im Beispiel 6 Perlen) gearbeitet werden, die aber unterschiedliche Größe und/oder Form haben. Interessant sehen gut kontrastierende Farben aus, aber auch Ton-in-Ton gehaltene Kombinationen sind reizvoll.
Mit dieser Technik können Ketten, Ohrringe, Armbänder oder Amulett-Bänder gearbeitet werden.

Im Beispiel verwendetes Material:


Nehme jeweils die Perlen in dieser Reihenfolge auf: 13/0, 13/0, 11/0, 11/0, 9/0, 9/0, 6/0, 6/0, 9/0, 9/0, 11/0, 11/0
und gehe vom Anfang noch einmal durch alle Perlen durch, um sie zu einem Ring zu schließen. Gehe danach noch einmal durch beide 13/0 Perlen (das ist der Beginn jeder neuen Reihe - der Auf-Schritt). Der Auf-Schritt wird immer an dieser Perlenart geschehen und kann daher nicht verfehlt werden.

Nimm eine 13/0 Perle auf und gehe mit der Nadel durch die 11/0 Perle und nehme eine 11/0 Perle auf.
Gehe durch die 9/0 Perle und nehme eine 9/0 Perle auf.
Gehe durch die 6/0 Perle und nehme eine 6/0 Perle auf.
Gehe durch die 9/0 Perle und nehme eine 9/0 Perle auf.
Gehe durch die 11/0 Perle und nehme eine 11/0 Perle auf und gehe durch beide 13/0 Perlen (Auf-Schritt; siehe grüner Pfeil).

Wie du vielleicht gemerkt hast, nimmst du immer die Größe der Perlen auf, aus der du zuletzt gekommen bist.

Nach ein paar Reihen siehst du, wie sich das Muster im Schlauch von selbst spiralisiert.

Hier siehst du einen Ausschnitt aus meiner Malachit-Cellini-Spirale. Der obere Teil ist nur mit drei Perlengrößen (13/0, Delica und 9/0) gearbeitet.

Design-Tipps:

  • Die mittleren Perlen (hier die Größen 6/0 und 9/0) sind nachher am auffälligsten und sollten daher farblich gut zueinander passen.
  • Wenn du eine starke Kontrastfarbe bei den Perlen der Größe 11/0 und 13/0 nimmst, dann wird der Streifeneffekt der Spirale betont.
  • Du kannst für die größten Perlen auch anders geformte Perlen benutzen: Tropfen, längliche Perlen, Hexagon-Perlen, größere Pailletten, kleine Strandglasstücke mit Loch, Muscheln, Schneckenhäuser oder auch Halbedelsteinstückchen.
  • Du kannst eine große Perle als Mittelpunkt oder Anhänger einarbeiten, wenn du zwei identische Spiralen arbeitest und diese durch die große Perle hindurch miteinander verbindest.
  • Einen interessanten Effekt ergibt jeweils 2 aufgenommene Perlen von den kleineren Perlenarten, die wie eine Perle behandelt werden (2 drop Peyote). Ausprobieren!


Happy Spiral !

Ich wünsche Dir viel Spass beim Ausprobieren dieser schönen und extravaganten Technik.

Wenn Du zu dieser Technik allgemeine Fragen hast, kannst du mir gerne eine Mail schreiben oder stelle die Frage im Forum.

Gesche Johanna
(thyban@gmx.de)